11.2025, Agra
Out of taj
I was out of taj
It wasn’t that much…
Just a break in the system
And a stake in wisdom
Still, I roamed dark nights and bright days
In search for simple solutions
to complex conclusions
Certainly my mind took some harsh critique
My body anything but oblique
of the hardships I endured
Now, it seems, I shall be cured.
Only time will tell and harmony will show
wether there is room to glow…
Again!
A certain act of flow
has encompassed me
since my soul ’s flung free…
Again!
What then of it?
At most no pressure
At least some pleasure
That’s the recipe for life
That’s what I strive
FOR




11.2025, Delhi, Agra
Fassadenstudie
Formen
Tiefe Normen haben und genommen was wir uns nie suchten.
Und doch wurden wir verdorben, wofür sind wir noch gestorben?
Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.
Zwischen dem Mensch als Wesen der Vergänglichkeit,
und seiner ewigen Liebe nach den unerfüllbaren Dingen des Lebens.
Etwas…
Man kann es auch Verzagung oder Kummerei taufen,
je nach dem Gemüthe der heutigen Lust zufolge.
Gewiss ist aber, dass kein Mensch es je wissen wird.
Was wissen wir(d)?!
Fragt man sich doch nicht täglich, jeder Zeit, an und innerhalb jedes Moments diese Frage?
Wohl aber, kann es hilfreich sein sich untereinadner zu befragen,
um etwaige Probleme über die Formen der Dinge aus dem Weg zu räumen.
Sich an die Formen und Normen anderer anzupassen,
mögen manche ein Sakrileg nennen,
andere sehen darin die heiligste Erfüllung ihres Seins.
Hier ergibt sich eine interessante Dynamik,
die es wert ist weiter zu verfolgen.
Tut man es aus der Naivität heraus?
In den Himmel zu blicken hilft dabei oft…
Wolken sind wie zerstäubte Denkgebilde vieler kluger Köpfe.
Sie regnen sich ab sobald der Druck zu groß wird.
Aber Achtung vor dem Blitz im Geist.
Er erweckt selbst die tiefsten Dämonen aus ihren dunklen Kammern auf.
Kommt die Ruhe nach dem Sturm,
dann werden auch jene Wogen sich glätten.
Und dieser Gedanke letztlich vom Meer verschlungen werden.



10.2025, Süditrol
ggb Dolomiti
Luft trinken kann man nur an glasklaren Tagen. Sie schmeckt nach frischer Kühle die den Gaumen entlang fährt. Tannennoten. Ein Hauch von Schnee. Man kann auch die Sonne essen an solchen Tagen. Sie schmeckt wie frisch gebackenes Brot. Dazwischen verlagern sich die Blicke von Farbe zu Farbe und von Berg zu Berg. Alles wird gesehen. Die Wirkung ist intensiviert.
Only on crystal clear days you can drink the air. It tastes like a fresh cold stream running down your throat. Smells of fir. A taste of snow. On these days also the sun is edible. It tastes like freshly baked bread. In between views shift from color to color and from mountain to mountain. Everything is observed. The effects are intensified.



05.2025, Rio de Janeiro
brasilidade
Understanding a favela means also understanding much of present day Brasil. Favelas spawn many things that people have come to associate with „Brazilianess“ or as you could say in Brazilian: brasilidade. Music, dance, pop culture, sports, lifestyle, cultural identity and language are all condensed into the same space. But the favela also brings about aspects of a divided country. Violence, drugs, corruption, racial struggle and colonial legacy are ever present in these melting pots. Stepping into a favela is like stepping into a city within cities. They form their own entities with specific laws, (non)-rules, (self)-administration, institutions and culture. You either know your way around or you don’t. If you don’t, going to a favela is dangerous, potentially life threatening. If you do, you will experience people that are not always happy nor healthy or safe, but what you see is honesty on every step. Honest life, honest buildings, honest food, honest laughter and honest people.
Wer Favelas versteht, bekommt ein besseres Verständnis für das Brasilien der Jetztzeit. Aus Favelas entstammen dutzende Dinge die wir heute mit diesem Land in Verbindung bringen. Das Brasilianische, oder um es in der Landessprache auszudrücken, „brasilidade“ lässt sich hierher zurückverfolgen. Musik, Tanz, Popkultur, Sportarten, Lifestyle, kulturelle Identität und Sprache sind hier tief verwurzelt. Wer durchs Favela geht sieht aber auch ein geteiltes Land. Gewalt, Drogen, Korruption, Rassismus und das koloniale Vermächtnis sind allgegenwärtig. Favelas sind wie Städte in Städten. Sie bilden Entitäten mit eigenen Gesetzen, Regeln und Regellosigkeit, (Selbst)-Verwaltung, Institutionen und Kulturangebot. Wer ins Favela geht, kennt sich entweder aus oder eben nicht. Wer es nicht tut begibt sich in akute Lebensgefahr. Wer es tut wird Menschen kennenlernen die nicht immer glücklich sind, geschweige denn gesund und in Sicherheit leben. Doch wird man der Ehrlichkeit auf jedem Schritt begegnen. Man trifft ehrliche Menschen, isst ehrliches Essen, hört ehrliches Lachen, sieht ehrliche Gebäude und begegnet dem ehrlichen Leben.




05.2025, Rio de Janeiro
Rio transition



02.2025 – 09.2025, Wien
Bodenlos
Der Boden ist ein merkwürdiger Ort.
Jeder will fort von dort und nach oben streben.
Aber in den lichten Lüften kann man auch abstürzen.
Vieles landet dann wieder am Boden,
wird missachtet und links (unten) liegen gelassen.
Doch dort unten ist eine Welt für sich.
Keiner sieht sie und niemand will dort sein.
Ich denke, Kanaldeckel fühlen sich allein.
Manchmal
Betretene Stille auf den Straßen der Stadt,
klingt mir bis in mein Ohr auf 1,86 Meter hinauf.
Wie braches Niemandsland liegt der Boden da.
Hier sind alle gekommen um zu gehen. Keiner bleibt.
Marschieren, flanieren, spazieren oder aussitzen.
Doch viele wollen ihn besitzen.
Was gehört hier wem? Kann ich nicht verstehen.
Menschen sind bodenlos, so viel ist mir klar.
Und doch so warm im Sommer auf der Wiese.
Näher an der Erde bin ich wenn ich liege.




01.2025, Ramsau am Dachstein
bbw unfiltered
Under the glaring midday sun a warming beauty unfolded on the southern slopes of the mountain. It was an immaculate day. Not much disturbed the serene peace but some howling engines in the distance. Three colors dominate these compositions. Blue, white and brown. They are honest colors in these pictures, they don’t pretend to be any other hue. Pure colors. The clear winter light makes them so pure, you could almost drink them. Just like the water coming down from the mountain. The moon peeks over the peaks and greets me with great greed.
Unter der gleissenden Mittagssonne, auf den Südhängen, eröffnete sich mir eine herzerwärmende Schönheit. Es war ein makelloser Tag. Nur vereinzelte Motorgeräusche brachen die erhabene Stille des Berges. Drei Farben dominieren diese Kompositionen: Blau, weiss und braun. In diesen Bildern zeigen sie ihre wahre Form in aller Ehrlichkeit. Im klaren Licht scheint nur die Wahrheit. Fast könnte man sie trinken, wie das eiskalte Gebirgswasser von den kalten Hängen. Der Mond lugt über den Mugl und grüßt mich mit großer Gier.


